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Il
Raduno Nazionale
Cicloescursionisti |
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MARTIN E
BRIGITTE |

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Jedes Jahr von
Deutschland aus direkt mit dem Fahrrad zum
Cicloraduno des FIAB
10 Jahre sind schon
vergangen seit jenem Abend im bayerischen Hammelburg, als ich auf meiner
ersten sagenumwobenen BR-Radltour (zusammen mit Franco und Franco &
Paola) Martin und Brigitte kennengelernt habe.
Diese 10 Jahre waren geprägt von einer Freundschaft und geteilter Liebe
sowie gleichermaßen großem Engagement zur bzw. für das Fahrrad. Denn
auch Martin und Brigitte sind Alltags-Radler und aktive Mitglieder beim
ADFC, dem "größeren Bruder" des FIAB in Deutschland.
Aus dieser Begegnung haben sich nicht nur intensive zwischenmenschliche
Erlebnisse ergeben, sondern auch ein radtouristische Verwandtschaft:
- 1996 und 1998
wurde nach dem Modell des italienischen Cicloraduno in Holzkirchen und
Umgebung ein IRT (Internationales Radler Treffen) organisiert.
- Inzwischen Standard ist die
Etappe in Trentino der Rennrad-Tour München-Cesenatico,
organisiert vom Bayerischen Rundfunk und dem ADFC München.
- Aber vor allem die pünktliche und leidenschaftliche Teilnahme von
Martin und Brigitte an unseren Cicloraduni ist zu nennen, die bei dem
Cicloraduno 1995 in Trient begann.
So werden wir die beiden beim Cicloraduno in Venedig dieses Jahr zum 10.
Mal als überaus gern gesehene Gäste willkommen heißen. Aber nicht nur
wegen dieses Jubiläums sollten wir sie feiern, sondern auch für ihre
alljährlich gleich Anfahrt: direkt mit dem Fahrrad von Holzkirchen aus.
Und das nicht immer auf dem direktesten bzw. einfachsten Weg!
2003 sind sie zum Beispiel auf dem Weg zum Cicloraduno in Bozen statt
des direkten Weg vom Brenner nach Bozen über das Penser-Joch und das
Sarntal "angeradelt". Aber an diesem Punkt überlasse ich das
Wort - und die Bilder - ihrer lieben Tochter Kathrin, die mit den beiden
und dem ADFC-Kollegen Erik unterwegs war und die Eindrücke der Reise
zusammengefasst hat.
(Manuela - Fiab-Amici
della Bicicletta di Trento)
Auf
dem Rad von Holzkirchen nach Bozen
Zum 16. "cicloraduno
nazionale" des FIAB in Bozen (26.-29.6.03) sind wir - 4 Mitglieder
des ADFC München/Miesbach - mit dem Fahrrad über die Alpen gefahren.
Am Sonntag, den
22.6.03, sind wir morgens um 8 Uhr in Holzkirchen gestartet, Richtung
Tegernsee. Die erste Pause fand am Ringsee in Bad Wiessee statt, die Stärkung
vor dem Achenpass tut gut. Die Straße führt über Wildbad Kreuth und
Glashütte zur österreichischen Grenze, immer leicht bergauf, aber gut
zu bewältigen. In Achenkirch gab es die verdiente alpenländische Stärkung.
Nachmittags geht es am Ufer des Achensee entlang - zwischen Surfern,
Sonnenanbetern und Schwimmern. Am Ende des Sees führt dann die steile
Staatsstraße nach Jenbach hinunter, eine fulminante Fahrt die
Serpentinen hinunter. In Jenbach konnten wir auf den Inn-Radweg
einbiegen, immer in Richtung Innsbruck bis kurz vor Wattens. Von dort
ging es südlich noch 15 kim nach Tulfes hinauf, wo wir das erste
Nachtquartier bezogen - nach 120 km und 1000 Höhenmetern.

07 Sosta a Patsch fra Innsbruck e Brennero |

08 Vecchio sasso della strada antica dei romani |

09 Arrivati al Brennero |

10 Bici parcheggiati davanti alla Tavola Calda di Brennero |

11 Vista su Vipiteno, comincia la salita per il passo pennes |

12 Strada del passo pennes - bici fra sassi |
Der schönste Tag der
Fahrt nach Bozen war der Montag, 23.6.03: Ein herrlicher Morgen mit der
Sicht auf die von der Morgensonne bestrahlten Berge des Inntals. Nach 10
km Richtung Innsbruck bogen wir südlich auf die alte Römerstraße ein.
Auf dieser ging es dann immer noch leicht bergauf und auf der halben Höhe
der Berge Richtung Italien. Sehr häßlich anzusehen die parallel
verlaufende Autobahn! In Matrei noch eine letzte Stärkung vor dem
eigentlichen Brennerpass, von hier mussten wir leider die Staatsstraße
nehmen, zur Mittagszeit mit viel Verkehr. Ansonsten ist der Pass nicht
allzu anstrengend, aber immerhin verdient man sich berechtigterweise
sein Mittagessen.
Von Bozen ging's dann bergab nach Sterzing, wo wir nach einer kurzen
Stadtbesichtigung nicht die Hauptstraße weiter Richtung Bozen nehmen
wollten. Sondern als kleinen Umweg von hoher sportlicher Qualität haben
wir das Penserjoch noch in Angriff genommen. Am Abend haben wir immerhin
noch 10 km bis auf 1500 km Höhe geschafft. Dort fand sich zum Glück
auch ein Gasthaus in Egg - willkommene Ruhe nach 80 km und 800 Höhenmetern.

13 L'unica pensione durante la salita (gia 1500 m s |

14 Siamo quasi a 1800 m, la stada in foto dietro di noi |

15 Il confine degli alberi |

16 Ci siamo - in cima fra motocicli |

17 Che bello! Una sosta 2200 m s |

18 Val Sarentino - Polenta con pomodori |

19 60 km di dicesa dal passo fino a Bolzano lungo il valle saren
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20 Incontro con una contadina sarentina |

21 Arrivati al cicloraduno |
Am Dienstag, 24.6.03,
konnten wir dann gleich in der früh frisch gestärkt und vor allen
anderen den Passanstieg fortsetzen. Somit waren wir v.a. den lästigen
Motorrädern und Touristenbussen weit voraus und kamen nur am Ende, kurz
vor dem Pass, noch in die Bedrängnis des Alpen-Tourismus. Die Natur ändert
sich mit jeden 100 Höhenmetern, die Baumgrenze war bald erreicht, die
Aussicht immer faszinierender. Nach weiteren 20 km und 700 Höhenmetern
waren wir dann auf dem Pass in einer Höhe von 2211 m über dem
Meeresspiegel angekommen - 4 Fahrräder zwischen 67 Motorrädern, 7
Bussen und zahlreichen Sportwägen!
Vom Pass führt die Straße Richtung Bozen in das Sarntal, bekannt für
seine jahrelange Abgeschiedenheit von der Welt. Die schnelle Abfahrt ist
kühl, aber die 40 km sind sehr schnell zurückgelegt und danach
erwartet uns in Bozen auf dem Waltherplatz ein heißes, schwüles
Sommerwetter - die richtige Einladung zu einem wohl verdienten Eisbecher!
(Kathrin Gritschneder)
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